Anreise mit Hindernissen

Wir haben uns auf diese Reise sehr gefreut, da unser erster Besuch 2010 aus verschiedenen Gründen nicht wie erhofft verlaufen war.

Wir verliessen Basel Richtung Zürich Flughafen bereits am frühen Vormittag, da am Karfreitag viele Passagiere, die wie wir in die Osterferien starteten, erwartet wurden. Noch während wir im Zug waren, fühlte ich mich plötzlich unwohl mit schnell schlagendem Puls. Nun war dies nicht ganz so ungewöhnlich nach einem kleinen Eingriff am Herzen vor nicht langer Zeit und wir kauften eine kalte Flasche Wasser im Flughafen, was normalerweise hilft. In der Zwischenzeit gaben wir unser Gepäck am Drop-off Schalter ab und waren froh, bereits am Vorabend eingecheckt zu haben. Wir gingen nach oben durch die Sicherheitskontrolle und ich fühlte sich immer schlechter. Kurz bevor wir an Bord gehen konnten, entschieden wir uns, nicht zu fliegen und sofort den Medizinischen Dienst aufzusuchen.

Wir verliessen den Flughafenbereich und eilten zum Medizinischen Dienst, wo ein EKG durchgeführt und analysiert wurde. Glücklicherweise war es nichts Bedrohliches und ich bekam ein Rezept für Betablocker, die wir sofort in einer Flughafenapotheke kauften. Aber was sollten wir nun tun? Die ganze Reise absagen oder darauf hoffen, dass die Betablocker ihren Job tun würden? Wir entschieden, bis 2 Uhr abzuwarten, ob sich mein Zustand verbessert oder nicht. Ich fühlte mich besser, aber nicht perfekt und doch gingen wir zum Ticket Counter, um unseren Flug nach Funchal umzubuchen. Wir waren erleichtert, als die Dame sagte, dass wir noch heute Madeira erreichen würden, aber wir waren geschockt, als wir hörten, dass wir pro Person 473 Schweizer Franken extra bezahlen sollten! Dies war mehr, als wir ursprünglich für das Ticket bezahlt hatten! Nun hatten wir ja keine Wahl als diesen Aufschlag zu bezahlen, wenn wir nicht die ganze Reise absagen wollten – toll!

Unser neuer Flug sollte um 16:20 Uhr losfliegen, aber schon bald sahen wir auf den Bildschirmen, dass der Flug zwei Stunden verspätet war! Grossartig, nun würden wir nicht vor 10 Uhr abends in Madeira ankommen und wir mussten danach noch nach São Vicente fahren!

Am Ende landeten wir um 22:15 Uhr in Funchal und das einzige Glück des Tages war, dass unser Gepäck als erstes auf dem Band auftauchte. Die Dame von Magos Car wartete bereits in der Ankunftshalle und wir erledigten den Papierkram und packten das Auto. Wir mussten noch auf dem Weg nach Funchal in der Werkstatt von Magos Car halt machen, um eine der Frontlampen auszutauschen, die auf der Fahrt zum Flughafen durchgebrannt war – typisch für den heutigen Tag!!

Wir erreichten São Vicente schliesslich kurz vor Mitternacht und fanden unsere Unterkunft Solar da Bica relativ schnell in der Dunkelheit. Das Apartment ist grosszügig mit einem Schlafzimmer, einem grossen Wohnraum, einer gut eingerichteten Küche und einem modernen Bad. Zu meiner grossen Freude befand sich im Wohnzimmer ein eigener PC mit freiem WLAN Zugang – mein Tag war dann doch noch gerettet!

Gerd packte noch emsig die Taschen aus, doch ich war einfach nur fertig und ging nach einer schnellen Dusche erschöpft ins Bett.

Was für ein schlechter Start in die Ferien – es konnte einfach nur besser werden!

Highlight des Tages: das Bett im gemütlichen Apartment

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