5. / 6. September: Senja

Fly agaricZu diesen zwei Tagen gibt es nicht allzu viel zu schreiben, da auch sie trüb ohne Sonnenschein blieben. Der 5. September begann mit Sturm und Regen und wir genossen ein langes, köstliches Frühstück im Restaurant. Am Buffet findet man alles, was das Herz begehrt: SenjaSäfte, Kaffee und Tee, Müsli, Nüsse, Früchte, Joghurt, Eier, Rührei mit Speck und kleinen Würstchen, Käse, Aufschnitt, Lachs, Hering in Tomatensauce und Tomaten sowie Gurken.

Als es endlich aufhörte zu regnen, erkundeten wir eine Gegend in der Nähe vom Senjatroll, wo wir einen malerischen kleinen Fluss fanden. Wir machten dort ein paar Fotos und ich entschied mich für Langzeitbelichtungen, um wenigstens etwas Ruhe ins Bild zu bringen. AnderdalenAuf dem Weg zurück zum Auto fanden wir einige sehr schöne Fliegenpilze und einen anderen attraktiven Pilz, dessen Name mir nicht bekannt ist. n20140906096Sie waren aber definitiv die Mühe von einigen Fotos wert und wir hatten viel Spass dabei. Es fing wieder an zu regnen und wir fuhren zurück nach Hamn i Senja, wo wir unseren Lachs zu Mittag assen. Ich verbrachte den Nachmittag mit Surfen im Internet, während Gerd las. Am Nachmittag nutzten wir nochmals eine Regenpause, um ein kleines Moor in der Nähe zu erkunden. Der Pfad war sehr nass und das Wasser stand oft in grossen Pfützen, da die Erde vom Regen völlig vollgesogen war. Aber wir fanden ein paar schöne potentielle Stellen, die sich für Fotos eignen würden für den Fall, dass wir nochmal Licht bekommen würden. Jetzt war es allerdings sinnlos und wir kehrten ins Apartment zurück, wo wir bis zur Nachtruhe blieben.

Am 6. September war es auch nicht viel anders: als ich aufstand war es grau, aber immerhin trocken und der Wind hatte sich zu einer sanften Brise beruhigt. Wir entschieden uns, die trockene Periode zu nutzen und fuhren die kurzen rund 50 km zum Anderdalen Nasjonalpark im südlichen Teil von Senja. n20140906005Der Park ist 125 Quadratkilometer gross und wurde 1970 gegründet. Der Wanderweg durch die Moorlandschaft ist sehr schön und wir machten bald eine längere Pause, um Pilze und Beeren zu fotografieren. Der Weg über das Moor führt über einen schmalen Plankenweg, der viel Spass macht und die Landschaft mit den alten Kiefern im Moor mit den Moortümpeln ist sehr attraktiv anzusehen. MoorAber bei dem Licht sah es alles sehr flach aus, aber ein paar Fotos liessen wir uns nichtsdestotrotz nicht nehmen. Besser als gar nichts! Ich machte dann auch meine erste echte Erfahrung mit Moortümpeln. Ich dachte immer irgendwie, dass der Grund der Pools aus Schlamm besteht, aber ganz und gar nicht! Als ich meine Hand hineinsteckte, ging sie durch den „Boden“ wie Butter und ich konnte auch keinen Grund fühlen 😮 Es wäre definitiv keine gute Idee, auch nur einen falschen Schritt auf die falsche Stelle zu machen! Wirklich faszinierend!!! Wir machten dennoch eine längere Pause neben einem Moortümpel und ich tobte mich an Details der kleinen Pflanzen im Tümpel austobte – Zen Fotos, auf ein Minimum reduziert. Das ist wirklich etwas, was mir Spass macht und wenigstens ein wenig Kreativität war an diesem Tag!

SenjaWir fuhren schliesslich nach Hamn i Senja zurück, assen zu Mittag und verbrachten den Nachmittag mit Internet surfen, lesen und ich programmierte an einer neuen Funktion für meine Webseite herum. Immer schön das Gehirn in Schwung halten:)Es gab keinen Sonnenuntergang, aber es war trocken und wir fuhren in das nahe Moor und machten während der blauen Stunde Fotos von den Bergen, die sich perfekt in den Moortümpeln spiegelten. Es war ein lohnenswerter Ausflug und wenigstens ETWAS Landschaftsfotografie! Wir kehrten zurück und ich beobachtete noch eine Weile den Himmel, da eine starke Nordlichtaktivität prognostiziert war. Und tatsächlich, plötzlich gab es eine Lücke in der Wolkendecke und ein fantastisch starkes Nordlicht kam zum Vorschein! Ich eilte ins Zimmer und holte rasch meine Kamera und konnte gerade drei Aufnahmen machen, bis sich die Wolkenlücke wieder schloss. Wie Schade!!! Alles war nach nur drei Minuten wieder vorbei:(Wir warteten noch eine weitere Stunde, aber die Wolkendecke wurde dichter und dichter und wir gingen schliesslich zu Bett.

Highlight des Tages: die Pilze und das kurze Nordlicht

Diashow:

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