Dubai Kontraste

10. Januar 2016

Tiere und Wüste

Highlight reiht sich an Highlight und heute stand unser halbtägiger Ausflug in die Wüste an. Wir wurden um kurz vor sieben Uhr pünktlich von Eric von Platinum Heritage abgeholt und fuhren zunächst nach Downtown, um noch vier weitere Gäste abzuholen. Dann ging es rasch stadtauswärts, wo wir kurz an einer Kamelrennbahn anhielten, wo gerade ein Rennen stattfand. Gerd mit RötelafalkeDas sah schon lustig aus, wie die Kamel fast gemächlich die Piste entlang liefen und von zahlreichen Luxuskarossen auf beiden Seiten begleitet wurden. Eric erklärte, dass die Jockeys durch hochtechnische Jockeyroboter ersetzt wurden, die per Sprachsteuerung aus den Autos befehlt werden. Also der Roboter treibt das Kamel auf Kommando aus dem Auto an... lustig

Bald darauf erreichten wir unser Ziel in der Wüste und stiegen auf die schicken, alten Landrover aus den 50er Jahren um. Nach einer kurzen Fahrt durch den Wüstensand kamen wir im Camp an. Wir wurden mit einem Schluck arabischem Kaffee empfangen (den ich furchtbar fand...) und gingen weiter zur Falknerei. Rebecca, eine sehr sympatische Falknerin, begrüsste unsere Gruppe und wir nahmen auf Kissen auf dem Teppichboden Platz. Sie erklärte zunächst einiges über die Falknerei und stellte ihre hübschen Wüstenfalken (Falco pelegrinoides) vor. Das meiste kam uns aus unserem heimischen Vogelpark sehr bekannt vor, aber dennoch war alles sehr interessant und die Falken wunderhübsch. Rebecca demonstrierte anschliessend das Jagdverhalten am Federspiel, an dem eine (tote) Wachtel befestigt war. Hier in Arabien sind die Greifvögel sehr verwöhnt, bekommen nur das beste Essen, besitzen einen Reisepass und fliegen First Class mit einem eigenen Ticket

Der nächste Vogel war zu meiner grossen Begeisterung ein Wüstenuhu (Bubo ascalaphus) – wäh wäh Die hübsche Eule war sehr kooperativ und flog zwischen ihrem Ansitz und uns hin und her. Ausgerüstet mit einem Falknerhandschuh war das ein Riesenspass und gerade ich hatte viel Spass an der Eule, weil sie mich doch sehr an meinen kleinen Waldi erinnerte. Der nächste gefiederte Kandidat war ein quirliger, junger Rötelfalke (Falco naumanni), der abwechselnd auf unseren Köpfen oder Handschuh landete. Ein wunderhübscher kleiner Kerl, der uns viel Freude bereitete.

Als letztes holte Rebecca nochmals einen jungen Wüstenfalken, der sich gerade in der siebten Trainingswoche befand. Die junge Dame flog aber schon sehr gut und mir gelangen trotz der hohen Geschwindigkeit einige schöne Flugaufnahmen, über die ich mich sehr freute. Alles in allem war es eine tolle Vorführung, durch die Rebecca auf sehr sympatische und kompetente Art führte.

Nach einem kurzen Plausch gingen wir zurück ins Camp, wo das Frühstück, bestehend aus verschiedenen Pfannkuchen und Kaffee sowie Limonaden, bereit war. Wir waren ziemlich glücklich nach den Greifvögeln und genossen das Frühstück, bevor es vor das Tor zum Kamelreiten ging. Ich konnte es echt nicht glauben, dass wir mal auf einem Kamel reiten würden und es war auch ein seltsames Gefühl, als sich das Tier aufrichtete und wir aus circa zwei Metern in die Wüste schauten. Wir drehten zwei Runden und nach einer Runde hatte ich mich bereits an das Geschaukel gewöhnt und konnte die nächste Runde richtig geniessen

Nun stand das zweite Highlight an: die weissen Arabischen Oryxe (Oryx leucoryx) in der Conservation Area! Diese hübschen, an die Wüste angepassten Antilopen, sind die kleinste aller Oryx-Arten; sie haben eine Schulterhöhe von etwa 80 bis 100 cm und wiegen bis zu70 kg. Nach kurzer Fahrt konnten wir bereits am Horizont zwischen den Dünen eine Menge 'weisser Flecken' ausmachen und waren begeistert über rund 30 Tiere mit drei sehr jungen Jungtieren. Die Kleinen waren total niedlich und die grossen Oryxe standen sehr malerisch auf den Dünen gegen den blauen Himmel. Was für ein toller Anblick und wir waren ein weiteres Mal sehr glücklich Rund 20 Minuten konnten wir die hübschen Antilopen bewundern und dann ging es zurück zum Parkplatz und schliesslich nach Dubai. Ein toller Ausflug und wir verabschiedeten uns herzlich von Eric.

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Wüstenuhu (Bubo ascalaphus)R&oumlKtelfalke (Falco naumanni)Oryx SpurenOryx (Oryx leucoryx)

Im Hotel ruhten wir uns eine Weile aus, assen zu Mittag und ich schrieb anschliessend am Reisebericht und bereitete Bilder auf. Gegen 16 Uhr machten wir uns schliesslich mit dem Taxi auf den Weg zum Strand, um den Burj Al-Arab zu fotografieren. Dieses Gebäude ist ein weiteres architektonisches Highlight in Dubai. Es ist mit einer Höhe von 321 Metern das vierthöchste Hotel der Welt und zudem das einzige 7-Sterne Hotel. Mich fasziniert allerdings mehr die segelförmige Form als das Hotel

Wir liessen uns am Meer nieder und genossen den warmen Wind und den Blick auf den persischen Golf. Der Sonnenuntergang war leider etwas bewölkt, aber die Spiegelung des Burj Al-Arab im nassen Sand machte mir dafür umso mehr Freude. Leider geht die gute Fotozeit immer viel zu schnell vorbei und wir liefen vor zur Hauptstrasse, um ein Taxi anzuhalten.

Wir assen ein weiteres Mal sehr lecker indisch zu Abend und wir liessen den Tag langsam ausklingen.

Highlight des Tages: die weissen Oryxe

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Burj Al-Arab
11. Januar 2016

Burj Khalifa Zum Zweiten

Ich wachte wie immer früh auf und nutzte die Zeit, ein paar Bilder zu sichten, bevor wir zum Frühstück gingen. Auch im Flora Al Basha besteht es aus einem reichhaltigen Buffet mit allem, was das Herz begehrt: über alle Zutaten für ein kontinentales Frühstück bis hin zu indischen warmen Gerichten, Würstchen, Omelette, Obst und Kuchen war dort alles zu finden.

Nach dem Frühstück nahmen wir den Shuttle Bus zum Kite Beach, der etwas weiter vom Burj Al-Arab liegt. Es ist ein breiter, weitläufiger Strand mit einer schicken, neuen Promenade, Toiletten sowie einigen Cafes und kleinen Restaurants. Wir spazierten langsam mit den Füssen im Wasser am Strand entlang und bewunderten die schöne türkise Farbe des persischen Golfs. Um 12:15 Uhr fuhr der Shuttle Bus wieder zurück ins Hotel und wir assen heute schon am Mittag ein 'grosses' Essen, da wir für 16 Uhr Tickets für den Burj Khalifa gebucht hatten.

Um halb vier Uhr fuhren wir mit der Metro zur Dubai Mall und schauten uns zunächst nochmal draussen bei den Lakes um. Das 'The Address' sieht immer noch traurig aus und der Burj Khalifa ist immer noch tief beeindruckend Schliesslich gingen wir zum Eingang von 'At the top' und passierten die Sicherheitskontrolle, die nun am Nachmittag wesentlich intensiver war als am Morgen! Und natürlich gab es auch viel mehr Menschen.

Oben auf der Plattform angekommen, genossen wir die Aussicht und nahmen die Stufen hinauf zum 125. Stockwerk, wo man eine weitere schöne Rundumsicht von Süd nach Nord hat.

Die Sonne senkte sich Richtung Horizont und ich suchte mir ein schönes Plätzchen, um nochmal mit etwas mehr Weitwinkel die Hochhäuser mit der grossen Strassenkreuzung zu fotografieren. Schnell nach Sonnenuntergang gingen die Lichter an und ich konnte 15 Minuten lang diese schöne Aussicht fotografieren, bis es auch schon wieder zu dunkel war.

Wir blieben noch bis kurz nach 19 Uhr oben und schauten uns die Show der Dubai Fountains an. Von oben wirkt die Fontänenshow noch spektakulärer als von unten, da sie aus der Höhe zu tanzen scheinen und man die Lichteffekte besonders gut sehen kann. Was für eine grandiose Show!

Mittlerweile war die Schlange am Lift kurz; wir nahmen Abschied und fuhren hinunter zum Ausgang. Um den Dubai Lake herum war es nicht so voll und wir entschlossen uns, eine weitere Show von unten anzusehen. Und wieder war es einfach nur spektakulär, wie die Fontänen bis zu 150 Meter hoch in die Luft schiessen – diesmal zur Musik von Whitney Houston... Jede Show dauert rund fünf Minuten und ist immer irgendwie viel zu schnell vorbei!

Wir fuhren danach mit der Metro zurück ins Hotel und packten unsere Sachen. Morgen würde es für eine Nacht in die Wüste gehen!

Highlight des Tages: Burj Khalifa – what else?

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Burj KhalifaDubai Fountains
12. Januar 2016

Eine Nacht in der Wüste

Nach dem Frühstück nahmen wir ein Taxi zum Madinat Jumeirah. Dieser neue Komplex mit Hotels, Restaurants und einem Souk wurde als Lagunenstadt im Stil alter arabischer Paläste mit typischen Windtürmen gebaut und wird von Wasserwegen durchzogen. Es gibt Abras, die für Hotelgäste kostenlos sind, aber von den Tagesgästen teuer bezahlt werden müssen. Uns waren 40 Euro für rund 20 Minuten zu teuer und so erkundeten wir das Gelände zu Fuss. Von der Promenade aus hat man einen schönen Blick hinüber zum Burj Al-Arab und viele Vögel waren in den Bäumen am Wasser unterwegs. Der Souk ist natürlich nicht traditionell, sondern erinnert eher an ein Einkaufszentrum, aber auf der anderen Seite war das Bummeln so etwas entspannter als in den alten Souks. Die Zeit verging schnell und nach einem leckeren Kaffee mit Muffin auf der Promenade nahmen wir ein Taxi zurück zum Hotel.

Ich nutzte die Zeit bis zum Check-Out zum Schreiben des Reiseberichts während Gerd las. Um 13 Uhr checkten wir aus und deponierten unsere beiden Koffer bis morgen im Gepäckaufbewahrungsraum des Hotels. Ein sehr nettes Entgegenkommen des Hotels, das wir sehr zu schätzen wussten. Nun mussten wir noch bis 15 Uhr warten, bis uns Platinum Heritage zur Overnight Safari abholen würde. Wir machten es uns in der Lounge gemütlich, surften im Internet und ich sichtete die Fotos von gestern.

Pünktlich um kurz vor drei Uhr wurden wir abgeholt und zum Parkplatz vor der Dubai Conservation Area gebracht. Dort bekamen wir wieder Tücher für die Köpfe verpasst und stiegen um in den Landrover. Diesmal waren noch drei andere Personen dabei, eine Familie aus Saudi-Arabien. Das Licht war recht schön und die Fahrt durch die Dünen ein Augenschmaus. Wir hielten zwei Mal an, um in die Dünen zu laufen und zu fotografieren, aber jeweils nur ein paar Minuten. Das war für unseren Geschmack etwas zu kurz. Aber das Sonnenlicht verschwand auch bald hinter Wolken und die roten Dünen sahen nicht mehr so schön aus. Leider waren die Oryxe Nachmittags auch an einer anderen Stelle, so dass wir nur die beiden Tiere auf der privaten Seite sahen, als wir Richtung Camp fuhren.

Mittlerweile waren auch andere Autos des Veranstalters da, aber es war immer noch weit entfernt von der Massenveranstaltung anderer Anbieter. So war es ein Kompromiss, mit dem wir leben konnten. Die Falkenshow war dementsprechend kürzer, in der eine südafrikanische Falknerin einen prächtigen Gerfalken präsentierte. Dieser grosse Falke ist in etwa so gross wie ein Mäusebussard und unser Exemplar wog 1.1 Kilo! Fast drei Mal so viel wie Waldi! Gerfalken sind noch schnellere Flieger als Wanderfalken und die weisse Farbmorph zählt zu den teuersten Falken der Welt. Viel zu schnell ging die Show vorbei, es wurde dunkel und wir gingen in das Camp. Alles war vorbereitet: Kaffee, Shisha-Pfeifen, eine Henna Malerin und es duftete verführerisch nach leckerem arabischen Essen.

Wir nahmen Platz und probierten von den Vorspeisen, die aus traditionellem Brot, Labneh, Hummus, Salat und Falafel bestand. Danach konnten wir uns am Buffet an Lamm und Huhn mit Reis bedienen. Alles war sehr schmackhaft und die Stimmung sehr gut. Zwischendurch gab es kleinere, unaufdringliche Tanzaufführungen, die gut in das Ambiente passten.

Nach dem Abendessen schauten wir in die Sterne und genossen die Stimmung, bis die anderen Gäste zurück nach Dubai fuhren. Nur wir und ein weiteres deutsches Paar blieben für die Übernachtung. Leider zog sich der Himmel zu und zudem war die Lichtverschmutzung zu stark für Sternenfotos – schade! Aber wir waren auch nur circa 40-50 Kilometer von Dubai entfernt, das reicht einfach nicht.

So gingen wir gegen elf Uhr in unserem gemütlichen Zelt schlafen.

Highlight des Tages: die Wüstenfahrt

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Madinat Jumeirah
13. Januar 2016

Am Deira Creek

Leider hatte der Wetterbericht Recht behalten und ich hörte nachts hin und wieder ein paar Regentropfen. So war es morgens zum Sonnenaufgang auch wolkenverhangen und von schöner Lichtstimmung keine Spur. Sehr schade! Aber trotzdem genossen wir den kühlen Morgen mit dem Blick auf die Dünen und hatten etwas Mitleid mit den Ballonfahrern, die aufstiegen. Das ist nun wirklich ärgerlich, wenn man so eine Fahrt bucht und dann graues Wetter hat!

Wir liessen uns auf den Matratzen nieder und tranken Kaffee, als auch schon das Frühstück serviert wurde: süsse Nudeln mit verschiedenen Arten von Pfannkuchen und einer Kichererbsensuppe. Für uns fremd, aber nicht unbedingt unlecker Ein Beduine gesellte sich zu uns, sagte aber kein Wort. Schliesslich kam Yasef dazu und fungierte als übersetzer, als wir und eine weitere kleine Gruppe Fragen stellen konnte. War ganz interessant und eigentlich gut gemacht, ohne zu kitschig zu wirken, aber trotzdem ein wenig steif.

Nach dem Frühstück ging es dann auch schon wieder zurück nach Dubai, wo wir im Flora Al Barsha abgesetzt wurden. Es war noch früh und so tranken wir erst noch einen Kaffee, bevor wir ein Taxi zum Pullmann Deira City Centre Hotel nahmen, wo wir eine Nacht bleiben sollten. Ich hatte ein Executive Zimmer gebucht und wir wurden zum VIP Check-in in die 11. Etage geschickt. Dort wurden wir gleich noch ans Frühstücksbuffet gebeten und bekamen dazu noch frischen Mangosaft sowie ein leckeres Omelette. Prima, so war das Thema Mittagessen auch schon erledigt Dann war unser grosses Zimmer auch schon parat, das sehr komfortabel war – wir fühlten uns wohl.

Diashow Pullmann Creek Hotel (Klick für grössere Bilder):
Pullmann Creek Hotel

Wir machten einen Spaziergang auf die andere Seite in den Creek Park, wo wir uns für 45 Minuten ein Go-Cart ausliehen und durch den Park düsten. War das ein Spass!! Anschliessend streiften wir auf der Suche nach Vögeln durch die schöne Parkanlage und trafen kurz darauf auf eine Gruppe der hübschen Hirtenstare (Acridotheres tristis) und ein paar quirlige Bulbuls. Mir gelangen unter der Belustigung der einheimischen Kinder ein paar nette Fotos der Vögel und wir liefen danach zurück zum Hotel.

Es war nun schon Zeit für den Sonnenuntergang und ich suchte mir ein Plätzchen am Pool, wo ich einen guten Blick auf Downtown hatte. Es war immer noch sehr dunstig und es hatte sehr viele starke Baustellenstrahler, aber ein paar ansprechende Fotos konnte ich dennoch machen.

Anschliessend verbrachten wir bei Wein und kleinen Häppchen zwei entspannte Stunden in der Executive Lounge, bevor wir schliesslich müde in die Betten fielen.

Highlight des Tages: der erste Wein seit 7 Tagen

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Hirtenstar (Acridotheres tristis)Dubai Downtown SkylineFrühstück im Camp

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