Dubai Downtwon & Altstadt

6. Januar 2016

Anreise

Unsere Reise begann mit einer übernachtung im Balladins Isabella Hotel in Neu-Isenburg am Vortag. Unser Zimmer befand sich im 17. Stock und wir hatten eine grossartige Sicht auf die Frankfurter Skyline. Das liess ich mir natürlich nicht entgehen und machte ein paar Schnappschüsse. Anschliessend packten wir unsere beiden kleinen Koffer fertig und bummelten durch das Einkaufszentrum. Eine sehr gute Currywurst zum Abendessen rundete den Abend ab

Am 6. Januar fuhren wir mit dem Jeep am frühen Morgen zum Parktreffpunkt von Parkgigant, wo wir unser Auto während der Reise parkieren würden. Ein junger Mann holte uns ab, wir zahlten den Preis von 55 Euro für die gesamte Zeit, parkierten den Jeep im gedeckten Parkhaus und wurden direkt zum Abflugterminal 2 am Frankfurter Flughafen gebracht. Ein perfekter Ablauf!

Wir hatten unsere Boardkarten schon am Vorabend gedruckt und mussten unser Gepäck nur noch am Schalter abgeben. Zu meiner grossen (positiven) überraschung verlief die Sicherheitskontrolle mal ohne Diskussionen und reibungslos – auch am Frankfurter Flughafen geschehen anscheinend noch Zeichen und Wunder

Unser Emirates Flug EK44 hob in einer Boeing 777-300ER pünktlich ab und die freundliche Mannschaft begann schon bald darauf mit dem Service. Wir fanden sowohl den Service als auch das Essen und den Sitzkomfort in der Economy überdurchschnittlich und genossen den 5 1/2 Stunden dauernden Flug sehr. Wir überflogen die Türkei, dann den Iran und schliesslich den persischen Golf. Und schon landeten wir kurz nach Sonnenuntergang in Dubai!

Wir konnten das Flugzeug zügig verlassen und erreichten die Passkontrolle, die wir ebenfalls ohne Wartezeit passieren konnten. Anschliessend wurde unser Handgepäck gescannt und wir konnten unser Gepäck vom Band holen. Am Zoll winkte man Gerd jedoch zur Kontrolle und wir waren jetzt schon froh, dass wir für seine Medis ein englisches Medical Certificate von unserem Arzt in der Schweiz bekommen hatten, falls es zu unangenehmen Fragen zu unerlaubten Substanzen kommen würde – was in den VAE ein heikles Thema bei der Einreise ist. Medikamente, die in Europa völlig harmlos und sogar rezeptfrei sind, können auf der Liste der verbotenen Substanzen in den VAE stehen und eine Einfuhr wird hart bestraft. Aber der freundliche Sicherheitsmann stolperte zum Glück nur über unser kleines Klappstativ, das auf dem Bildschirm wie Zigarren aussah

Nach einer kurzen Erklärung durften wir passieren und fuhren mit dem Taxi zu unserem Hotel, dem Majestic Tower Hotel *. Zu meiner Enttäuschung lag unser Zimmer nur im 5. Stock ohne Aussicht und ich fragte nach, ob wir nicht ein anderes Zimmer bekommen könnten. Die nette Lady schaute nach und bot uns ab morgen ein Zimmer im 14. Stock mit Balkon und Aussicht auf die Downtown Skyline an. Ich war happy und wir gingen ins Restaurant, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Ich hatte Arabische Mezze, ein Essen mit vielen Kleinigkeiten wie Hummus (Kichererbsenpüree), Tabouleh (Bulgursalat mit Tomate und Gurke), Falafel (Kichererbsenpürree-Bällchen) und Labneh (Frischkäse aus Joghurt) und libanesischem Fladenbrot. Gerd nahm einen klassischen griechischen Salat. Zur Info: die folgenden Bilder vom Zimmer sind bereits vom neuen Zimmer.

Diashow Majestic Tower Hotel (Klick für grössere Bilder):

Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Spaziergang, kauften an der Metrostation unsere Nol Silver Cards zur benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel und im Supermarkt einige Getränke. Wir fielen danach müde ins Bett, aber zumindest ich konnte so 'früh' noch nicht schlafen – drei Stunden Zeitunterschied sind für mich eine Menge!

Highlight des Tages: der Emirates Flug

7. Januar 2016

Souks

Sehr müde standen wir nach einer kurzen und nicht sehr schlafreichen Nacht auf und liefen rund 1.5 Kilometer die Hauptstrasse entlang bis zum Deira Creek. Es war sehr mild und auf dem Fluss begann schon langsam das Leben. Abras (Wassertaxis) transportieren Menschen von einer Flussseite auf die andere, einige Jogger passierten uns und langsam wurde es heller. Auf der gegenüberliegenden Seite gefiel mir der Kontrast zwischen dem älteren Stadtteil und den modernen Hochhäusern sehr und die Stimmung an diesem Morgen war zauberhaft. Ich machte ein paar Panos und wir warteten bis Sonnenaufgang, aber die Sonne setzte sich aufgrund von kleineren Wolkenfeldern nicht richtig durch. So liefen wir zurück ins Hotel und genossen ausgiebig das leckere Frühstücksbuffet, das keine Wünsche offen liess. Es gab alles angefangen von frischem Obst, Labneh, Hummus, Aufschnitt, Joghurt, warme Gerichte, Brot, Schokogipfeli bis hin zu frisch zubereiteten Omeletts oder Spiegeleiern.

Nach dem Frühstück nahmen wir die Metro bis zur Al Ras Station auf der anderen Flussseite und schlenderten erst durch den Gold Souk und danach durch den Spice Souk. Das Angebot im Gold Souk war überwältigend, aber zum Glück für uns beide nicht sehr reizvoll, so dass wir gut an den üppigen Schaufenstern vorbei gehen konnten. Es wurden auch andere Waren wie Textilien und Souvenirs angeboten und alle paar Meter wurden wir angesprochen, um Uhren oder Handtaschen zu kaufen. Es war unser erster Tag (und wohl auch einziger Besuch in den Souks) und so liessen wir dies einfach über uns übergehen und lehnten immer freundlich ab.

Die Gerüche im Spice Souk gefielen mir sehr und auch die Stimmung war etwas ruhiger als im Gold Souk. Wir fanden sogar einen kleinen Hof, in dem wir einen Augenblick völlig unbehelligt sitzen und die Atmosphäre geniessen konnten. Später kauften wir ein paar Gewürze – völlig überteuert, aber als Souvenir eben okay. Nach rund zwei Stunden hatten wir genug von dem Gewimmel und wollten ein Abra auf die andere Flussseite nehmen. An der Station direkt beim Spice Souk gab es allerdings nur die Touristenboote mit Anwerbern, die uns gleich auf eine Rundfahrt ziehen wollten. Wir zogen dann ein Stückchen weiter die Strasse hoch zur zweiten Station, wo es dann auch die üblichen Wassertaxis gab. Wir sprangen aufs Boot, zahlten 2 Dirham und ab ging die Fahrt entlang der grossen traditionellen Dhaus über den Dubai Creek.

Diashow (Klick für grössere Bilder):

Dort angekommen bummelten wir noch etwas durch die Altstadt und dann schmerzten die Füsse vom Rumlaufen doch schon sehr. So fuhren wir mit der Metro zur Dubai Mall und wollten wenigstens einen ersten Blick auf den Burj Khalifa werfen, ein absolutes Highlight. Der erste Blick auf dieses 828 Meter hohe Bauwerk war dann auch unvergesslich und unfassbar beeindruckend. Das Gebäude scheint sich geradezu in den Himmel zu strecken! Es entstand in sechsjähriger Bauzeit, wurde 2010 fertig gestellt und kostete mehr als 1.5 Milliarden US Dollar. Eine architektonische Meisterleisung und erst während der Bauphase wurde die endgültige Höhe, die ursprünglich auf nur rund 510 Meter ausgelegt war, festgelegt. Wenn man ältere Bilder aus 2010 sieht, wird bewusst, wie stark immer noch im Downtown Bezirk gebaut wurde und wird. Viele der Hochhäuser um den Burj Khalifa herum gab es 2010 noch gar nicht und auch heute wird noch kräftig im Bereich Dubai Mall gebaut. Beeindruckend war auch die in der Silvesternacht abgebrannte Fassade des The Address Hotels – es scheint wie ein Wunder, dass bei dem Brand nicht Schlimmeres passiert ist!!

Wir tranken in der Dubai Mall einen Capuccino und fuhren dann zurück ins Hotel. Unser Zimmer in der 14. Etage war parat und ich war mehr als happy, als ich den Ausblick auf die Skyline von Downtown mit dem Burj Khalifa sah. Den Balkon würde ich nicht mehr verlassen Wir richteten uns ein und als der Sonnenuntergang begann, wurde ganz Downtown in ein wunderbares rotes Licht getaucht. Wunderschön. Dann gingen nach und nach die Lichter an und die Skyline sah in dem Licht absolut beeindruckend aus. Was für ein grandioser Anblick! Wir genossen die knapp 40 Minuten aus vollen Zügen und dann war es auch schon wieder dunkel. Auf diesem Breitengrad dauern die schönen Lichtstimmungen leider nicht lange an und die blaue Stunde findet eigentlich gar nicht statt... Einfach ratzfatz Licht aus!

Ich sichtete und entwickelte ein paar Fotos und dann gingen wir hinunter ins Restaurant, wo wir beide diesmal indisch assen. Ich wählte ein leckeres vegetarisches Gericht, während Gerd ein Lamm Biryani ass. Beides schmeckte sehr gut und nach einem kurzen Supermarktbesuch gingen wir bald darauf zu Bett.

Highlight des Tages: die Skyline von Dubai Downtown

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Deira CreekDowntown Skyline
8. Januar 2016

Downtown

Es klappte schon ein wenig besser mit dem Schlafen und als ich um 6 Uhr aufstand, war ich nicht ganz so erschlagen wie gestern. Gegen 6:20 Uhr färbte sich der Himmel im Osten langsam rot und über der Downtown Skyline bildete sich Dunst. Die Sonne ging um kurz nach sieben Uhr auf, aber die Farben waren bei weitem nicht so schön wie bei Sonnenuntergang gestern. Trotzdem genoss ich den frühen Morgen auf dem Balkon sehr. An dem Anblick des Burj Khalifa kann ich mich sowieso nicht sattsehen

Nach dem Frühstück nahmen wir die Metro bis zur Dubai Mall und schauten uns draussen um den Lake herum um. Der Anblick auf den Burj Khalifa ist von hier aus überwältigend; er scheint sich geradezu in den Himmel zu strecken und niemals zu enden! Ein grandioser Anblick, der sehr beeindruckend ist. Das The Address Hotel, das in der Silvesternacht gebrannt hatte, machte hingegen einen sehr düsteren Eindruck – sehr Schade um das schöne Hotel! The AddressAber es waren schon Arbeiter an den Fassaden zu sehen und bei der Arbeitsgeschwindigkeit in Dubai wird es wohl nicht lange dauern, bis das Hotel wieder schön ist.

Nach einer Weile schlenderten wir in die Mall und suchten den Eingang zu 'At the top', um unsere Online Reservierungen in Tickets einzutauschen. An der Maschine ging das unkompliziert und schnell. Ich fragte noch nach dem am nahesten liegenden Taxistand und dann machten wir in der Mall eine Pause. Die Füsse taten uns schon wieder gut weh!

Deshalb fuhren wir danach nur noch mit der Metro Richtung Marina und warfen erste Blicke auf den schönen Burj Al-Arab und die vielen Hochhäuser der Marina.

Am späten Nachmittag waren wir wieder im Hotel und fotografierten ein weiteres Mal die Skyline von Dubai Downtown. Heute war es wolkenlos und die Skyline makellos. Was für ein toller Anblick!

Als es dunkel war, entwickelte ich ein paar Bilder und schrieb am Reisebericht. Ganz schön stressig, so ein Live-Reisebericht!!!! Zu Abend assen wir heute ausserhalb beim Libanesen, wo wir beide ein sehr schmackhaftes Kebab wählten. Wir gingen einigermassen früh zu Bett, da wir morgen unsere Tickets für die Sonnenaufgangstour auf den Burj Khalifa gebucht hatten

Highlight des Tages: Sonnenuntergang über der Skyline

Diashow (Klick für grössere Bilder):
9. Januar 2016

Burj Khalifa

Heute gab es bereits eins der ersten Highlights für uns: der Besuch von 'At the top' im Burj Khalifa zum Sonnenaufgang! Wir standen um kurz vor fünf Uhr auf und nahmen ein Taxi zur Dubai Mall – die Metro fährt so früh ja noch nicht. Der Fahrer kannte den Waitrose Entrance leider nicht, aber zum Glück fanden wir den Weg zum Eingang in der noch dunklen Mall zügig und schnell. Wir passierten die Sicherheitskontrolle und liefen zum Aufzug, wo wir von einer freundlichen Dame mit den Worten 'Enjoy your ride to the top, 10 meters per second' in den Aufzug geschoben wurden. Die Türen schlossen sich, es wurde schummrig und bei leiser Musik ging es in atemberaubender Geschwindigkeit in den 125. Stock.

Es war noch dunkel, aber die Aussicht aus 456 Metern Höhe über die Stadt war vielleicht gerade deshalb atemberaubend. Wir schauten auf ein Lichtermeer aus Strassen und Hochhäusern, das überwältigend war. Diese Aussicht genossen wir aus vollen Zügen und machten dann aus den kleinen Fensteröffnungen heraus die ersten Fotos. Nach einer halben Stunde begann die Dämmerung und der Himmel verfärbte sich orange, gelb und blau. Es gab einige Wolken, die sich zum Ende der Dämmerung leuchtend rot verfärbten. Ich hatte die Idee, die Fassade des Burj Khalifa mit einzubeziehen, da sich im Glas die Farben des Himmels spiegelten und ich glaube, das war nicht meine schlechteste spontane Eingebung

Es wurde etwas voller auf der Plattform, aber die meisten knubbelten sich auf der Seite vom Sonnenaufgang, die aber eigentlich recht unspektakulär ist. So blieben wir bei den Türmen und sogen jede Minute in uns auf. Wie eigentlich immer, war das Licht nach Sonnenaufgang milchig und nicht wirklich goldig, so dass wir ein wenig im Innenraum herum schlenderten und die Aussicht Richtung Süden und dem Burj Al-Arab genossen. Gegen acht Uhr machten wir uns schliesslich auf den Weg zurück ins Hotel und nahmen diesmal die Metro. Wir waren nach diesem aufregendem Ausflug wirklich hungrig und frühstückten ausgiebig. Danach holten wir ein wenig Schlaf nach und packten unsere Sachen zusammen, da wir heute in ein anderes Hotel weiterziehen würden.

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Burj Khalifa LichtermeerBurj Khalifa SonnenaufgangSchatten vom Burj

Da Gerd′s Füsse immer noch schmerzten, nahmen wir ein Taxi zum Flora Al Barsha Hotel *, das in unmittelbarer Nähe zur Mall of the Emirates liegt. Das Hotel ist nagelneu und wir wurden sehr freundlich empfangen. Noch freundlicher und sehr Willkommen war der Upgrade auf ein Premium Zimmer, das mit 56m2 grösser als unsere Wohnung in Basel ist

Das Zimmer ist hochmodern, gross und mit allem ausgestattet, das man sich nur wünschen kann. Wir fühlten uns wohl, richteten uns ein und machten einen Spaziergang in die Mall of the Emirates. Es ist eine weitere beeindruckende Shopping Mall, wobei uns das Angebot aber völlig egal ist und nicht wirklich interessiert. Wir besuchten den RIESIGEN Supermarkt und kauften ein paar Getränke

Diashow Flora Al Barsha Hotel (Klick für grössere Bilder):

Am Nachmittag fuhren wir mit der Metro zum World Trade Center, weil ich gern die Emirates Towers fotografieren wollte. Ich fand auch schnell einen Standpunkt und wir warteten auf die Lichter der Nacht. Die Türme sehen wirklich faszinierend aus, genau wie die umliegenden Türme und irgendwie kann man sich kaum entscheiden. Aber diese Entscheidung wurde mir auch bald von meiner Sony A7r abgenommen, weil sie sich dazu entschied, sich von ihrem Verschluss zu verabschieden Im ersten Augenblick ärgerlich, aber ich habe ja noch eine zweite Kamera dabei (und noch eine Canon) und somit war alles okay. Schade war nur, dass ich das allerletzte Licht verpasst hatte.

So fuhren wir zurück ins Hotel, assen ein leckeres indisches Essen zu Abend und fielen müde in die Federn.

Highlight des Tages: Burj Khalifa

Diashow (Klick für grössere Bilder):
Emirates TowersMall of the Emirates

Nach dem vielen Pflastertreten in der Stadt stand nun Zeit in der arabischen Wüste an. Was wir die kommenden Tage erlebten, lest Ihr im nächsten Kapitel.

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